Der Meilahti-Krankenhauskomplex in Helsinki, Finnland, ist bereits dicht bebaut. Dank kreativer Architektur konnten jedoch Lösungen gefunden werden, die den Bedürfnissen der Nutzer mehr als gerecht werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist das HUSLAB-Laborzentrum. Der Umfang der Aktivitäten von HUSLAB wird durch die schiere Anzahl der Untersuchungen deutlich: mehr als 19,5 Millionen pro Jahr. Bislang wurden die Laborarbeiten an mehreren Standorten durchgeführt, doch das neue Gebäude wird alles unter einem Dach vereinen.
Die gesamte für ein modernes Labor erforderliche Gebäude- und Krankenhausinfrastruktur wird unter der Decke installiert und ist hinter einer abgehängten Decke nicht sichtbar.
„Es gibt viel Krankenhaustechnik, weshalb wir uns Gedanken über die Raumnutzung machen müssen. Einer der Vorteile des Einsatzes von DELTABEAM® ist, dass mehr Platz für die Krankenhaustechnik zur Verfügung steht“, sagt Bauleiter Jukka Nikkola von SRV Rakennus, dem für das Projektmanagement zuständigen Unternehmen.
Laut Herrn Nikkola waren bei diesem Projekt die Kosten ein noch wichtigeres Kriterium als der Platzbedarf.
„Wir haben alle Optionen sorgfältig verglichen, und eine Verbundträgerlösung, also die DELTABEAM® Verbundträger und Verbundstützen von Peikko, erwies sich als die wirtschaftlichste Lösung“, sagt er. Sie ermöglicht schlanke und leichte Tragwerkslösungen, die Volumen- und Kosteneinsparungen bringen.
Peikko verantwortlich für das gesamte Tragwerk
Die Ausschreibung für die Rahmenkonstruktion fand im Jahr 2013 statt. Wie immer führte Peikko Finnland vor der Einreichung seines Angebots sorgfältige Berechnungen durch. Das Ziel war es, die optimale Lösung für das Projekt zu finden – eines der ehrgeizigsten, das Peikko jemals in Angriff genommen hat.
„Wir haben eine auf DELTABEAM® basierende Verbundrahmenkonstruktion angeboten, die dem von Ramboll entworfenen Hauptkonstruktionsplan folgte. Zusätzlich zu unseren eigenen Produkten haben wir uns entschieden, auch ergänzende Produkte einzubeziehen, wie beispielsweise brandgeschützte Rahmenkonstruktionen für Lüftungsmaschinenräume“, sagt Tomi Tuukkanen, Business Manager für Verbundrahmen.
HUSLAB umfasst drei unterirdische Stockwerke und drei bzw. sieben oberirdische Stockwerke. Die Gesamtfläche beträgt rund 22.000 Quadratmeter und das Gesamtvolumen rund 23.000 Kubikmeter. Aufgrund der umfangreichen Krankenhaustechnik sind die Räume höher als üblich; die gängigste Deckenhöhe beträgt 4,5 Meter, einige reichen bis zu 5,5 Meter. Dies wirkte sich natürlich auf die Abmessungen der Stützen aus; sie mussten für ein Bürogebäude ungewöhnlich robust sein.
„Insgesamt haben wir rund 250 Tonnen Verbundstützen und 500 Stück DELTABEAM® Verbundträger mit einer Gesamtlänge von 3,3 Kilometern an die Baustelle geliefert“, sagt Herr Tuukkanen.
Das Besondere am HUSLAB-Rahmen ist, dass er an mehreren Stellen mit den ihn umgebenden Bestandsgebäuden verbunden werden musste. Dies machte die Montage des Rahmens zu einer äußerst anspruchsvollen Aufgabe, die nicht nur Verbundkonstruktionen, sondern auch zahlreiche Betonkonstruktionen umfasste. Der Auftraggeber wollte einen Vertrag über alle Montagearbeiten mit nur einem Auftragnehmer abschließen und entschied sich unter allen Bietern für Peikko.
„Das war schon allein deshalb gerechtfertigt, weil es keinen zeitlichen Spielraum gab. In gewisser Weise waren aus Sicht des gesamten Terminmanagements alle Phasen gleichermaßen wichtig. Alles verlief reibungslos, und im September waren die zehnmonatigen Arbeiten am Rahmen vollständig abgeschlossen“, sagt Kai Elo, Bauleiter bei SRV Rakennus.
Im Rahmen des HUSLAB-Projekts war Peikko für die gesamte Rahmenmontage verantwortlich, einschließlich der Einbau von rund 2.000 Hohlkernplatten, etwa 900 Wandelementen und rund 550 Fassadenelementen. Die Hohlkernplatten wurden von Parma hergestellt, die übrigen Elemente von Betset.
„Die Rolle von Peikko sowohl bei der Herstellung als auch bei der Montage der Verbundrahmenlösung war absolut entscheidend. Das Angebot an Verbundkonstruktionen und Verbindungselementen für den Betonbau ist umfangreich“, sagt der Tragwerksplaner Esa Ikäheimonen von Ramboll Finland, dem Ingenieurbüro, das für die Tragwerksplanung des HUSLAB-Projekts verantwortlich war.
Herr Ikäheimonen sieht die ungewöhnlichen Abmessungen, die sich aus dem beengten Baugrundstück ergeben, als etwas, das das Projekt von anderen abhebt. Das Gebäude ist vielfältig, insbesondere seine Kelleranlagen, die sich drei Stockwerke unter der Erdoberfläche erstrecken.
„Als Tragwerksplaner bestand die größte Herausforderung darin, die Last der oberen Baukörper zuverlässig auf das Fundament zu übertragen. Peikkos Composite Frame-Lösung hat uns dabei geholfen“, sagt Herr Ikäheimonen.

